Hochzeitsfahrt im Ford-Drauz

25. Januar 2018 , Kategorie: Aktionen

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Lange konnte sich das Brautpaar nicht entscheiden, nehmen wir nun den blauen BMW Barockengel, Baujahr 1960, den BMW „Neue Klasse“ in Weiß, Baujahr 1967, oder doch das wirklich historische, äußerst seltene Ford-Drauz-Cabriolet, Baujahr 1935.

Als dann die Entscheidung für das Cabriolet fiel, stimmte uns der Blick auf die mittelfristige Wetterprognose – Dauerregen in Oberbayern – traurig.
Am Abend vor der Trauung wurde das Fahrzeug mit wundervollem Blumenschmuck versehen. Haltbarkeit bei so kühlen Temperaturen – kein Problem.
Nach obligatorischem Böllern der Burschen am nächsten Morgen, brachten wir unser Fahrzeug zum Brautpaar. Ohne Verdeck war es unmöglich, nicht geduscht zu werden.
Doch weder das Brautpaar, noch der Fotograf und am allerwenigstens unser Ford ließen sich von dem unfreundlichen, kühlen und regnerischen Vormittag beeindrucken.
Ganz im Gegenteil. Ein Cabriolet aus den 30er Jahren mit einem Rosshaar-Verdeck kann außerordentlich gemütlich sein! Weiße Wolldecken wärmten die Braut, der Bräutigam schwitzte ohnehin angesichts dieses wichtigen Termins ☺

Nach der Trauung ging es über nasse Landstraßen zum Fest. Das Brautpaar genoss die Fahrt, öffnete im Fond des Fahrzeuges eine kleine Flasche Sekt und blieb gut gelaunt und in bester Stimmung.
Schon bald verzogen sich die Regenwolken und es zeigte sich am Nachmittag der ersehnte weiß-blaue Himmel.

„Arzgebirg, wie bist du schie …“

25. Januar 2018 , Kategorie: Aktionen

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Mit dem Oldtimer Huckepack nach Chemnitz, in die Industrie- und Hochschulstadt, mit ihrer langen Tradition in Maschinenbau und Textilindustrie.

Zum ersten Mal durften wir an der Historic-Rallye Erzgebirge teilnehmen. Wir entschieden uns hier für unseren Wartburg 313 Sport in leuchtendem Rot.

Der „Chemnitzer Hof“ empfing uns überaus freundlich. Mit Genehmigung und Unterstützung des Hotels durften wir sogar unseren Trailer in unmittelbarer Nähe parken, wofür wir uns nochmals ausdrücklich bedanken möchten.

Nach kurzer Anfahrt starteten wir an den Rathaus-Passagen Chemnitz und es ging auf die Straßen des Erzgebirges. Irgendwie hingen am ersten Rallye-Tag die Regenwolken im Gebirge fest. Der Regen wollte und wollte nicht nachlassen. Dass ein Sport-Cabriolet 1957 nicht für Fahrten im Dauerregen mit Feuchte von unten, oben, vorn und hinten gebaut wurde, mussten wir mit Sorge um die Innenausstattung erfahren. Noch vor der ersten Wertungsprüfung, nach einem kurzen Halt, hatten wir den Eindruck, dass unser Wartburg Dauerregen gar nicht mag. Er blieb einfach stehen. Nach Fehlersuche unter mehreren Regenschirmen (unseren Freunden sei es gedankt!) stellte sich heraus, dass eine der Einzelzündspulen defekt ist. Da der Wartburg-Fahrer aber stets vorbeugt und eine Zündspule als Reserve mit sich führt, konnten wir nach erfolgreicher Reparatur die Fahrt – nun aber Richtung Hotel und Tiefgarage – fortsetzen.
Die Laune ließen wir uns nicht verderben. Wir verbrachten den Nachmittag im Café „Michaelis“ mit fantastischem Kuchenangebot und nutzten die Zeit auch, um nach historischer Rallye-Bekleidung zu suchen. Im „Ultimo“ wurden wir fündig.

Am zweiten Rallye-Tag hatte das Wetter ein Einsehen mit den Teams. Es ging unter anderem zum Schloss Wildeck – Zschopau, in die Stadt der sieben Täler – Olbernhau, nach Pockau mit seinen Museen, zur Bäckerei Göpfert – Krumhermersdorf und am Ende zum Ziel in Chemnitz, das wir unter großem Publikumsandrang bei Sonnenschein erreichten. Unser Wartburg-Sport 313 fuhr die ganze Strecke ohne zu murren. Es ist eben ein Sonnenauto, das auch beim Publikum strahlende Gesichter erzeugt.

Motorsportbegeisterte Sachsen

25. Januar 2018 , Kategorie: Aktionen

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Nach terminlich bedingter längerer Abstinenz haben wir uns sehr gefreut, als ZeitenMobile-Team im August an der Sachsen-Klassik-Oldtimer-Rallye teilnehmen zu können.

Ganz optimistisch nannten wir unser Wartburg Cabriolet, Baujahr 1957, in historischer Farbkombination fischsilberblau/ beige und bekamen den ersehnten Zuschlag.

Was für ein Wiedersehen auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau mit uns bekannten Fahrzeugen, Freunden und Oldtimer-begeisterten Fans.

Am ersten Rallye-Tag wurde die „Steile Wand“ von Meerane gemeistert, der Sachsenring in entgegengesetzter Richtung befahren – was gelang und völlig neue Dimensionen eröffnete – und der Abend mit wunderbarem italienischen Eis gekrönt. Was wünscht man sich als Oldtimer-Fahrer eigentlich mehr?

Die nächsten Tage führten uns in viele bekannte und bis dato unbekannte Orte mit begeisterten Zuschauern. Immer wieder mussten wir zur Geschichte unseres Fahrzeugs, zur Farbgebung und zur Technik Auskunft erteilen. Schloss Rammenau, Sebnitz, Bischofswerda, Kamenz und viele andere kleinere und größere Städte und Gemeinden lagen auf unserer Route. So viele Eindrücke und so viele faszinierte Menschen. Die alten Fahrzeuge, von denen manche schon mehrere Leben hinter sich haben, bereiten immer wieder viel Freude, wecken Erinnerungen und „infizieren“ auch Jugendliche mit dem motorsportlichen Gedanken.

Ein absolutes Meisterstück der Veranstalter war dann unsere Einfahrt nach Dresden zur „Gläsernen Manufaktur“. Unter Polizeischutz, auf abgesperrter Strecke, teilweise entgegen der Fahrtrichtung, bewegte sich der Rallye-Tross zum Ziel und wurde dort von einer kaum überschaubaren Menge begeisterter Zuschauer empfangen. Lieber Harald Koepke und Team, wir danken Euch von ganzem Herzen und wünschen uns ein gesundes motorsportliches Wiedersehen im Jahre 2018.

PS: Wenige Wochen nach der Sachsen-Klassik haben wir die Orte des Geschehens noch einmal besucht und uns die Zeit genommen, zumindest einen Teil der Schlösser, Burgen und sonstigen Sehenswürdigkeiten einmal ohne den zeitlichen Druck einer motorsportlichen Veranstaltung zu besuchen. „Rallye-Nachbearbeitung“ sollte eigentlich Pflicht sein. Wir nahmen uns Zeit, durch die Gassen von Bautzen zu wandern, das Barockschloss Rammenau zu besichtigen und uns über die Geschichte des Schlossgutes zu informieren, Kamenz einen Besuch abzustatten, in Sebnitz den Damen beim „Blümeln“ über die Schulter zu schauen, in Bischofswerda den Festumzug anlässlich der 790-Jahrfeier anzusehen und das Schloss Gaußig mit seinem einmaligen Rhododendron-Park zu erleben.

Was macht man wohl zu Pfingsten?

25. Januar 2018 , Kategorie: Aktionen

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Pfingsten ging es auf nach Bad Kissingen zur traditionellen Sachs-Franken-Klassik-Oldtimer-Rallye. 2017 führten wir unseren wunderschönen EMW 327 Cabriolet, Baujahr 1952, aus.

Eines der Ziele der Rallye war die Theaterstadt Meiningen mit ihrem seit vielen Jahrzehnten existierenden Werk zur Restauration und Reparatur historischer Dampflokomotiven. Mit unseren Fahrzeugen wurden wir direkt im Werk empfangen und natürlich mit wunderbarer Thüringer Rostbratwurst kulinarisch verwöhnt.

Anlässlich des Ereignisses „Dampfross vs. Benzinkutsche“ konnten wir, mit Unterstützung der Modelleisenbahn GmbH Roco und Fleischmann, dem Sieger der Sonderprüfung „Markt Meiningen“ ein wunderbares H0-Modell der historischen Dampflok – Baureihe 50 – übergeben.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Modelleisenbahn GmbH für die Bereitstellung des technisch aufwendigen und detailreichen Lokmodells!

ZeitenMobile-Landpartie in die Mecklenburgische Schweiz

23. Januar 2018 , Kategorie: Aktionen

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Nach langer Planung konnten wir gemeinsam mit unseren Gästen und Teilnehmern zur ersten „ZeitenMobile-Landpartie“ nach Mecklenburg-Vorpommern aufbrechen. Unser Zuhause fanden wir in dem wunderschönen Schlosshotel „Burg Schlitz“, mit liebevoller und aufmerksamer Hand geführt von den Eigentümern Manuela und Armin Hoeck. Start und Ziel für die drei Tagestouren war jeweils Burg Schlitz. Nach Fahrzeugaufstellung, Übergabe der dokumentierten Fahrtstrecken und kurzer Einweisung zum Tagesprogramm begannen die verschiedenen Touren.

Am ersten Tag, zum Eingewöhnen, führte uns die Landpartie rund um den Malchiner See mit einem Picknick am Aussichtsturm des Sees. In Basedow wurden wir durch die faszinierende Schlossanlage geführt und kamen in den Genuss eines kleinen privaten Orgelkonzerts. Der „Schafstall“ verwöhnte uns mit Kaffee und Kuchen.

Am zweiten Tag ging es durch die Nossentiner Heide zur Inselstadt Malchow, über die dortige Drehbrücke und zum Kloster mit Orgelmuseum. Die Nachmittags- Etappe führte nach Waren an der Müritz. Wir besuchten das „Müritzeum“, stärkten uns nach einem Stadtrundgang im Café am Warener Hafen und erlebten auf der Rückfahrt, trotz Nieselregen, die wunderbare Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz.

Der dritte Tourentag hatte Güstrow als Ziel. Die geführte Besichtigung im Schloss und der sich anschließende Stadtrundgang gaben interessante Einblicke in die lange Entwicklung der Stadt und Region. Im Dom wurden wir kompetent und engagiert vom Küster in die Geschichte eingeweiht und konnten Vieles über Barlachs „Schwebenden“ Engel lernen. Auf der Rückfahrt zogen blühende Rapsfelder an uns vorbei, die Oldtimer schnurrten und gaben uns das Gefühl, in einer anderen Zeit zu sein.

Am Abend wurden, bei einem kulinarisch erstklassigen Grill-Buffet und Livemusik, die Sieger geehrt, über die Fahrzeuge und deren Technik gefachsimpelt und letztendlich beschlossen, im Jahr 2018 die „Landpartie“ fortzusetzen.

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